• Männer auf Pferden
  • Drachenlampe Detail
  • FassadeSchriftzug
  • Tasse auf Tisch
  • Frauen auf Eseln
  • Tisch und Stühle
  • Hauptstraße
  • Dokument Samenhandel

Die Geschichte

Das Haus

Im Jahre 1875 entschloss sich der Kaufmann und Samenhändler Christian Hubert Kraemer anstelle des mittelalterlichen Fachwerkhauses ein repräsentatives Geschäftshaus zu errichten. Auf den alten Kellergewölben entstand ein spätklassizistischer Neubau in dem der Kolonialwarenladen untergebracht wurde. Bis zu Beginn des 1. Weltkrieges entwickelte sich die Einzelhandelsstruktur in der Stadt rasch und mit einer hohen Qualität, um die internationalen Gäste zufrieden stellen zu können. Nach dem 2. Weltkrieg gab es verschiedene Nutzungen. Vom Antiquitätengeschäft bis zum italienischen Feinkost- und Andenkenladen wechselten die Besitzer. Nach einer längeren Zeit des Leerstandes kaufte im Jahr 2013 die Bonner Firma projekt2508 das Haus um es im alten Stil zu renovieren.

Direkte Nachbarhäuser um 1920   Ehemaliges Haus 424 in der Hauptstraße

Die Einrichtung

Die Einrichtung soll an die große touristische Zeit von Königswinter um 1900 erinnern. Mit den Guss-Säulen begann die Geschichte. Während der Planung des Cafés und der Suche nach Einrichtungsgegenständen fanden wir bei einem antiken Baumaterialhändler zwei alte Guss-Säulen von 1880 aus einer alten Spinnerei in Magdeburg, die unbedingt nach Königswinter wollten, um zwei alte Holzpfeiler zu ersetzen. Diese waren dann die Vorgabe für den Fußboden, die Fenster und die Wandverkleidung.

Tische und Stühle, die Tourismusgeschichte sind. Ein glücklicher Umstand half, aus einer Caféauflösung Tische und Stühle zu bekommen, die aus dem Hotel Stein und dem Düsseldorfer Hof stammen. Gerne würden wir wissen, welche Personen in den letzten 100 Jahren dort gesessen haben. Prunkstück der Ladenbeleuchtung ist eine Drachenlampe von 1890 aus einem Café in Nancy. Sie wurde von einem Bonner Antiklampenhändler restauriert. Zusammen mit anderen kleinen Hängeleuchten gibt sie die Kaffeehausatmosphäre vergangener Tage wieder. Das Verkaufsregal, ursprünglich als Spiegelregal in einer alten Parfümerie in Brüssel im Einsatz, fristete in einer Ecke eines Antikhandels ein verstaubtes Schattendasein. Jetzt im Kontor und Kaffeehaus werden zwar keine duftenden Kostbarkeiten mehr angeboten, dafür aber regionale Köstlichkeiten. Der Tresen ist das Herzstück eines jeden Cafés. Unser Tresen stammt aus Hamburg und stand dort in einem alten Kolonialwarenladen. 

Fotos, Plakate und Gemälde

Die Fotos zeigen das internationale Leben in Königswinter mit seinen Grand Hotels und den vielfältigen Geschäften. Bilder von Gästen, die hoch zu Ross mit Pferd und Esel den Drachenfels erklimmen wollten, zeigen die große Zeit des Tourismus. Viele alte Königswinterer werden auf den Fotos Motive und Personen erkennen, die prägend für die Stadt waren. Wir danken auch allen Königswinterern, die uns Fotos zur Verfügung gestellt haben.

   

Werbung muss sein. Zu Beginn der 1950er Jahre war das Siebengebirge eines der Hauptreiseziele der staatlichen Deutschlandwerbung. Zwei alte Plakate der Deutschen Zentrale für Fremdenverkehr zeigen, wie in New York und Paris geworben wurde.
Die Rheinromantik ist ohne ein Motiv von Nonnenwerth, Rolandsbogen und Drachenfels nicht komplett. Wir konnten aus Privatbesitz ein Gemälde der Düsseldorfer Malerschule von 1860 als Leihgabe für das Café bekommen.

 

Projektentwicklung und Umsetzung

Das Objekt wurde von Hans-Helmut Schild und Ulrich Keinath im Mai 2013 erworben. Die geschäftsführenden Gesellschafter der Kulturmarketingagentur projekt2508 Gruppe mit Sitz in Bonn wollen mit diesem Projekt beispielhaft zeigen, dass ein qualitätsorientierter Ansatz wichtig und richtig für die Entwicklung von Königswinter ist. Beide sind davon überzeugt, dass Königswinter wieder an die frühere touristische Qualität anknüpfen kann.